Cannabis oder doch lieber Alkohol – der Mythos um Cannabis.

Das häufigste Argument von Cannabiskonsumenten ist das Cannabis weniger schädlich sei als Alkohol und das es deshalb schon lange aus der illegalen Ecke verschwinden sollte. Unsinn!!! Cannabis, beziehungsweise das THC als Substanz ist und bleibt schädlich. Und wenn man noch so lange forscht und nach positiven Aspekten sucht, sind die Risiken und Folgeerscheinungen immens. Warum ist das so wenig bekannt? Der Konsum von Cannabis kann im Jugendalter und auch noch danach Psychosen auslösen. – Übrigens auch nur nach einmaligem Konsum! – Häufig hat die Person mit den Folgen regelmäßigen Konsums zu kämpfen und kann kein “normales”, gesundes Leben mit Berufstätigkeit und Freundschaften führen. Warum das so ist? Weil ein negativer Effekt jahrelangen oder auch gelegentlichen Konsums massive Ängste, sowohl im sozialen Bereich als auch Panikattacken und Depressionen sind. Während des regelmäßigen Cannabiskonsums werden Emotionen verflacht, das heißt der Umgang mit den Emotionen wurde nicht ausreichend erlernt und kann somit im Verlaufe des Lebens auch nicht eigenständig reguliert werden. Folgen sind häufig Aggressionsausbrüche, massive Impulsivität und unglaublich ausgeprägte Motivationsprobleme bis hin zum Amotivationssyndrom. Menschen, die vom Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom betroffen sind, nutzen Cannabis oft im Rahmen der Eigenmedikation, um besser schlafen zu können, um ruhiger zu sein und das Gedankenkarussell zu durchbrechen. Daran sieht man doch, wie stark THC in das Transmittersystem eingreift und eben auch irreversibel Schäden verursachen kann.

Aber nun mal zu der Psyche. Wozu Cannabis oder doch lieber Alkohol? Beides entspannt und wird von Menschen in erster Linie in Gesellschaft konsumiert. Wenn der Mensch diesen angenehm positiven Effekt der Entspannung immer wieder haben möchte, weil das Leben mit all seinen Emotionen doch viel besser zu ertragen sei, entwickelt sich aus einer Gewohnheit schließlich ein Missbrauch und bei weiterem Gebrauch eine Abhängigkeit. Eine Entwöhnung von Cannabis ist sehr langwierig und nicht selten erleben Menschen über Jahre ein Verlangen nach der Droge, obwohl sich keine körperliche Abhängigkeit entwickelt. Der Drang nach dem Wirkstoff, das sogenannte Craving wird als sehr belastend empfunden, da die Gedanken sich den ganzen Tag um die Droge drehen.

Entscheidend ist die Frage, warum habe ich wann zu welchem Zweck mit Cannabis oder Alkohol angefangen und was gibt mir beides, was ich ansonsten nicht im Leben bekommen kann? Nicht von meinen Eltern, nicht von meinen Lebenspartnern, nicht von meinen Freunden, nicht von meinen Kindern. Wer sich diese Frage stellt, wird schnell feststellen, wie enorm die Wirkung von Drogen ist und wie stark die über alles stehende von uns Menschen gepriesene Freiheit plötzlich in Frage gestellt wird. In diesem Sinne forsche nach deinen Bedürfnissen und Wünschen und sei dir selbst genug:)

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